Ein Blog als eine Art Therapie?

Ein Blog als TherapieIch habe gerade einen interessanten Artikel bei Spiegel Online gelesen.  Thema hier ist: Kann man mit einem Blog etwas über das Leben lernen? Genau das ist doch, ganz vereinfacht gesagt, eine Therapie, oder?

In dem Artikel werden unter anderem drei WordPress.com Blogs erwähnt. Lehrer schreiben hier über ihren Alltag und alle drei sind der Meinung, auf diese Art mehr Abstand zu ihren Erlebnissen zu bekommen und diese so besser verarbeiten zu können. Die neuesten Beiträge dieser Blogs findest du unter Kunstlehrerin, Frau Freitag , FrlKrise

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich eher an einem Thema dran bleibe und es auch intensiver bearbeite, wenn ich darüber schreibe. Außerdem gehen weniger Dinge verloren. Und ganz besonders schön finde ich es, dass man Erfahrungen mit anderen Teilen kann und auch öfter mal ein Feedback bekommt. Gerade dadurch, dass man öffentlich schreibt, überprüft man seine Meinung genauer. Aber persönliche Dinge würde ich selber nicht in einem Blog schreiben wollen. Auch nicht anonym. Hier suche ich mir lieber jemanden, mit dem ich reden kann. Gerade was Gefühle angeht muss man doch so oft Dinge nachfragen und/oder etwas genauer erklären. Genau dabei stößt man oft auf eine Lösung oder einen Denkfehler, der einen bis Dato blockiert hat. Geht das beim Schreiben eines Blogartikels auch? Ist die Gefahr, dass mein seine „falschen“ Gedanken noch vertieft nicht sehr groß? Ich weiß es nicht! Was ich aber weiß: Blogs können sehr gut genutzt werden um verschieden Meinung zu einem Thema zu erfragen. So bekommt man auf alle Fälle neue Denkanstöße wenn man seelisch gerade mal „festgefahren“ ist. Was meint ihr zum Thema Blog als Therapie? Liebe Grüße Astrid

8 Gedanken zu „Ein Blog als eine Art Therapie?

  1. Moin moin,

    danke erstmal für den Hinweis auf spon … wär mir sicher durch die Lappen gegangen.

    NEON hat auch schon ähnliches gehabt, allerdings nur mit einem Blog in diesem Beitrag.

    Irgendwie sind wir wieder beim Thema „warum blogt jemand“ …

    • Vielen Dank für deinen Link. Drueberleben hat Kathrinas Gedanken als Blogthema. Aber ist das auch eine Hilfe? Oder dokumentiert sie hier nur ihre Gedanken?
      Ich denke man kann Gedanken, die einem nicht gut tun nur erkennen, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Und da bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob das in einem Blog geht.
      Liebe Grüße
      Astrid

      • Als es noch ein themengebundener Blog war …

        Es wa ein ziemlicher Fortschritt, als «das» einen Namen bekam.

        Es ist eine wirklich große Hilfe (über die mensch sich aber nicht unbedingt äußert {äußern kann}) festzustellen, daß mensch nicht alleine oder der einzige ist.

        Ich habe manches nicht ausdrücken können und war froh zu lesen, was ich sagen wollte / mußte.

      • Ich hatte das zu sehr aus der Sicht des Betroffenen selber gesehen. Du hast Recht. Für Andere ist es sicher hilfreich zu lesen, dass man nicht alleine steht. Bei mir selber merke ich aber immer, dass es mir besser tut wenn man mir zeigt, dass ich mich aufrappeln soll wenn es mir nicht so gut geht. Weiter schmollen verstärkt schlechte Gefühle bei mir nur. Wenn ich mich, obwohl es mir nicht gut geht aufrappele und trotzdem mal eine Runde laufe, die Wohnung putze oder Blumen kaufe und pflanze tut mir das immer gut! Bei sozialen Kontakten ist es wichtig, dass Menschen dabei sind, die mich kennen und bei denen ich mir sicher bin, dass sie mich verstehen.
        Ich denke aber nicht, dass es mir persönlich gut tun würde über meine traurigen Gefühle zu schreiben, wenn es mir gerade nicht gut geht. Dann konzentriere ich mich besser auf Positives. Aber hier ist sicher jeder anders.
        Liebe Grüße
        Astrid

  2. http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,748463,00.html

    „Wer als Pädagoge bloggen will, muss allerdings vorsichtig sein. Denn die Meinungs- und Pressefreiheit wird für Lehrer begrenzt durch „die Loyalitätspflicht, die Pflicht zur Mäßigung, Amtsverschwiegenheit und das Verbot der Flucht in die Öffentlichkeit“, wie es ein Sprecher des Schulministeriums Nordrhein-Westfalens ausdrückt…“ (DER SPIEGEL)

    frizztext: Man denkt, dies käme aus dem Land Gaddafis und nicht aus dem der Philosophen Kant, Schopenhauer, Adorno …

    (ich habe dies bei SPIEGEL-online als Kommentar eingetragen, mal schauen, ob es freigeschaltet wird …)

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