Wie wichtig ist Geld – viel Geld?

 

WebmasterFriday

Das heutige Thema des Webmaster Friday entspringt nicht dem Bloggen an sich. Es geht ums liebe Geld. Geld und Bloggen, passt das zusammen? Gehört das sogar zusammen? Bloggen ist Arbeit, und Arbeit sollte bezahlt werden, oder? Das fragt Martin Mißfeldt in dieser Woche.

Komisch. Bei mir war es so, dass ich gar nichts vom Geldverdienen mit Blogs wusste, als ich den Blog gestartet habe.  Es war vielmehr Neugier. Dann bin ich immer mehr auf die Werbebanner aufmerksam geworden. Ich habe mich dann ein bisschen informiert und festgestellt, dass es wirklich relativ viele Blogger gibt, die von den Einnahmen im Netz leben können.

Es werden dann auch die Fragen gestellt:  Ist Euch Geld wichtig? Ist es ein Ziel, möglichst viel zu haben? Und dann immer mehr?

Nein, es ist sicher nicht mein Ziel  immer mehr Geld zu haben. Was habe ich davon. Ich muss mir immer mehr Sorgen machen, dass ich das Geld auch richtig anlege und nichts vergeude. Es ist aber schön, so viel Geld zu haben, dass man sich nicht dauernd sorgen muss,  wie man seine nächste Miete zahlt. Beim Schreiben ist mir jetzt eingefallen. Ziel ist dann wohl, sich so wenig Sorgen wie möglich zu machen :-)

Natürlich ist es auch interessant, sich zu überlegen, was das Ganze mit dem Bloggen zu tun hat. Ist das übertragbar? Will man auch im Blog das berühmte “Wachstum“?

Wahrscheinlich ist das zu menschlich. Man ist oft mit dem was man hat nicht zufrieden. Ich stelle das auch bei mir immer wieder fest. Nicht nur im monetären Bereich. Jetzt haben wir endlich die Ecke in der die Mülltonnen immer so hässlich aussehen schön gestaltet und die Mülltonnen versteckt, jetzt hätte ich gerne einen Regenschutz neben das Carport … wenn der fertig ist dann finden wir bestimmt eine andere Stelle an der noch was verbessert werden muss  …

Mit dem Einkommen ist das ja ähnlich. Wenn man eine bestimmte Stufe erreicht hat dann sieht man die nächste vor sich. Das hat, wie alles im Leben, seine Vor- und Nachteile. Man setzt sich oft unter Druck und kann das Hier und Jetzt nicht richtig genießen. Andererseits würden wir aber heute vielleicht noch in Höhlen wohnen, wenn wir nicht immer nach etwas Besserem streben würden.

Und Wachstum auf Basis welchen Gegenwerts? Gibt es andere Werte als Geld? Und wenn es sie zum Beispiel beim Bloggen gibt, sind diese Werte auf die reale Welt übertragbar?

Ich bin mir sicher, dass diese Frage immer auf die Maslowsche Bedürfnispyramide hinauslaufen wird.

Selbstverwirklichung
Individualbedürfnisse
Soziale Bedürfnisse
Sicherheit
Physiologische Bedürfnisse

Sobald man genug Geld hat, also die Physiologischen Bedürfnisse erfüllt sind, will man dies sichern. Genauso will man beim Bloggen seine Leser mindestens halten.

Wenn dies gesichert ist, kommen die sozialen Werte ins Spiel. Im wirklichen Leben will man nicht nur eine sichere Arbeit sondern auch mit Freunden arbeiten. Der Blogger will sich auf die Beantwortung seiner Kommentare freuen.

Eine Ebene höher findet man die Anerkennung. Im wirklichen Leben will man, dass andere das gut finden, was man tut. Der Blogger will, dass sein Blog einen guten Ruf hat. Das man ihne kennt, liest und als kompetent ansieht.

Das wird dann aber auch irgendwann langweilig und man strebt zur Selbstverwirklichung. Im wirklichen Leben macht man sich selbständig und geht nur noch seinen Talenten und Neigungen nach. Der Blogger gibt seinem Blog eine individuelle Note. Es ist nicht mehr nur ein weiterer toller WordPress Blog, sondern er wird mit allen Mittel aus der Menge herausgehoben.

So jetzt bin ich gespannt, ob die Gehirnwindungen des Fragers mit Hilfe der verschiedenen Beiträge gelöst oder weiter verknotet werden. Und natürlich bin ich gespannt auf die anderen Beiträge :-)

Das waren heute die Fragen beim Webmaster Friday.

Wie seht ihr das? Wie wichtig ist Geld?

Viele Grüße

Astrid

7 Gedanken zu „Wie wichtig ist Geld – viel Geld?

  1. Böses Thema.

    Ich hab auch schon ohne Geld gelebt.

    Geld ist nur was wert, wenn ich es nicht besitzte, sondern weggebe.

    Hm …

      • Nein, so heiße ich nicht ;-)

        Wenn jemand ALG II erhält und seine Nase dem Bearbeiter nicht paßt, wird heutzutage schnell auf Leben ohne Geld gekürzt (das später ergehende Urteil zeigt oft, daß es eben nicht richtig war zu streichen). Meine Geldlose Zeit ist aber vor 2005 gewesen.

        Es gibt genügend Menschen, die das übrigens auch noch freiwillig tun, einfach ohne Geld leben und glücklich sind. ’n paar Links dazu schwirren hier noch rum.

        Schönen Freitag wünscht
        Der Emil

      • Bist du sicher, dass sie glücklich sind? Man kann nie in einen Menschen hineinschauen. Ich habe früher oft extreme Dinge toll gefunden. Ich glaube ich bin früh ausgezogen, weil ich dieses „man macht das so“ einfach nicht mehr hören konnte. Ich glaube ich habe dann absichtlich das Gegenteil gemacht. Das stelle ich übrigens auch jetzt bei meiner 10jährigen Tochter fest.
        Ich bin aber mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass der Mittelweg mich am frohesten macht.
        Leben ganz ohne Geld in Deutschland (für längere Zeit) empfinde ich als extrem. Und egal ob freiwillig oder unfreiwillig kann ich mir nicht vorstellen, dass einen das uneingeschränkt glücklich macht. Genauso wie das Gegenteil, Geld in Überfluss, einem Probleme bereiten kann.
        Liebe Grüße
        Astrid

  2. Pingback: Wie wichtig ist Geld? | SEO-Selfmade

  3. den Michael Holzach hab ich auch gelesen. Hat mich durchaus beeinflusst.
    Danke für den Hinweis auf die Maslowsche Bedürfnis-Pyramide.
    Hat mich in jungen Jahren beeinflusst, die Hoffnung auf die höchste Stufe, Selbstverwirklichung, nicht aufzugeben,
    auch wenn sie im Berufsleben zunächst unterzugehen droht.

    Selbstverwirklichung
    Individualbedürfnisse
    Soziale Bedürfnisse
    Sicherheit
    Physiologische Bedürfnisse

    jetzt im Alter kann ich als Blogger endlich machen, was ich als Selbstverwirklichung erlebe. Ich finde natürlich, man sollte schon früher die Chancen wahrnehmen, damit anzufangen …
    +
    P.S.:
    ich freue mich, dass ich heute auf einer US-Seite vorgestellt worden bin.
    Hat alles nichts mit Geld zu tun, ist aber trotzdem schön …
    http://eof737.wordpress.com/2011/02/24/featured-blogger-dietmar-fritze-philosopher-photographer-musician-more/
    +

    • Schön, ich freue mich mit dir :-)
      Am besten hat mir das Video mit deiner Tochter in den Kommentaren gefallen :-)
      Liebe Grüße
      Astrid

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