Das Impressum vor Suchmaschinen verstecken



Diese Frage beschäftigt derzeit vor allem Blogger, die von Spammails erschlagen werden oder mit ihren Daten nicht in lokalen Suchmaschinen wie suchen.de erscheinen wollen.

Suchst du auch eine Möglichkeit, deine Daten zu verstecken, und trotzdem die rechtlichen Vorschriften zu erfüllen. Da bietet es sich natürlich an, das Impressum als Grafik auszugeben, da Suchmaschinen keine Grafiken auslesen können.

Doch wie sieht es rechtlich damit aus?
Im Telemediengesetz (TMG) §5 Absatz 1 findest du die Formulierung „unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“. Diese Formulierung ist nicht ganz eindeutig. Gemessen an dem derzeitigen Stand der Technik ist ein Impressum auch als Grafik unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar. In der Regel werden grafikfähige Browser genutzt. Textbrowser wie Lynx werden zwar von einigen Teilen der Internetuser verwendet. Dies ist aber kein Standard.

Jetzt kommt aber hinzu, dass seit 2005 für behinderte Menschen eine neue Verordnung in Kraft getreten ist. Diese soll es ermöglichen, Webseiten leichter vorlesen zu können. Die Verordnung heißt genau: „Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik“. Nach dem Behindertengleichstellungsgesetz regelt sie, welche Techniken eine Webseite nutzen darf. Gefordert ist ein behindertengerechtes, beziehungsweise barrierefreies Angebot. Entgegen breiter Meinung gilt dieses Gesetz aber nicht für alle Webseiten, sondern lediglich für Internetauftritte der Behörden der Bundesverwaltung. Dies kannst du in §1 der BITV  nachzulesen. Im Hinblick auf diese Einschränkung gibt es also nach wie vor keinen Gesetzestext, der die Einbindung des Impressums als Grafik für nicht behördliche Seiten untersagt.

Außerdem gibt es, in einem selber installierten Blog auch die Möglichkeit, das Impressum mittels der Anweisung

<meta name="robots" content="noindex">

vor Suchmaschinen zu schützen. WordPress.com bietet diese Freiheit leider nicht.

Solange die Rechtsprechung kein eindeutiges Urteil ausgesprochen hat, musst du aber selbst entscheiden, ob und wie du deine Daten angibst. Dieser Frage wird auch hier nachgegangen.

Beim Recherchieren habe ich eine weitere Methode zum Verbergen von Adressdaten gefunden. Auf diese Art kannst du Barrierefreiheit und damit Lesbarkeit für blinde Personen einerseits und Spam-Bekämpfung durch den Ausschluss von Suchmaschinen andererseits, zusammen umsetzten.

Du benötigt hierfür ein Formular, das du beliebig gestalten kannst. Das Formular erstellst du dann als einfache Schaltfläche oder auch wie ein normaler Link. Und nach dessen Betätigung, was auch blinden Menschen möglich ist, gelangt dein Leser zu einer erweiterten Impressumsseite. Auf dieser Seite befindet sich dann erst deine E-Mail-Adresse. Suchmaschinen können in der Regel mit Formularen nicht viel anfangen und sollten daher nie zu der richtigen Impressumsseite gelangen. Diesen Tipp habe ich hier gelesen.

Die Variante über ein Formular ist bei WordPress.com auch nicht möglich. Du kannst zwar ganz einfach und schnell ein Formular erstellen. Mit diesem kannst du deine Leser aber nicht auf eine bestimmte Seite weiter leiten. Du kannst hier nur eine Rückmeldung von dem Leser anfordern. Deshalb bin ich auf die hier im Blog umgesetzte Idee gekommen.

Was hältst du von dieser Idee?

Landet in deinem Postfach eigentlich auch viel Spam? Wie siehst du das mit den lokalen Suchmaschinen, also zum Beispiel suchen.de und wie handhabst du das mit dem Impressum?

Viele Grüße

Astrid

3 Gedanken zu „Das Impressum vor Suchmaschinen verstecken

  1. Seltsamerweise habe ich trotz offener Angabe meiner Mail-Adresse kaum Spam. Wesentlich mehr kommt da bei meiner privat genutzten an.

    • Hallo,
      ich kann leider nicht eingrenzen woher die Spammer meine Adressen bekommen, da es sehr, sehr viele Möglichkeiten gibt. Aber ich bekomme Gott sei Dank von den meisten Spams nichts mit, weil die Mails schon auf dem Server gefiltert werden. Ich finde, dass die Spam-Filter schon sehr ausgereift sind und gut funktionieren. Deshalb kann ich eigentlich damit leben.
      Aber wenn man sich auf einfache legale Weise noch besser schützen kann ist doch gut :-)
      Viele Grüße
      Astrid

  2. Pingback: Brauchst du ein Impressum? | Mein WordPress Heft

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