Brauchst du ein Impressum?

In Kurzform: Ja, die Impressumspflicht laut Rundfunkstaatsvertrag, oder kurz RStV, besteht auch bei Blogs.

Wenn du dein Blog mit Werbeanzeigen finanzierst, anderswie entgeltlich tätig wirst oder ein Angebot bereitstellst, mit dem typischerweise ein Entgelt angestrebt wird musst du ein vollständiges Impressum aufweisen (§ 5 Telemediengesetz, oder kurz TMG). Dies gilt auch für journalistisch-redaktionell gestaltete Blogs, bei denen zusätzlich noch ein Verantwortlicher mit Angabe des Namens und der Anschrift anzugeben ist (§ 55 II RStV).

Auf WordPress.com ist es übrigens nicht erlaubt eigene Werbung zu schalten.

Auch wenn die ersten beiden Punkte auf dich nicht zutreffen musst du zumindest deinen Namen und deine Anschrift nennen, sofern das Blog nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dient (§ 55 I RStV). Aber was ist persönlich oder familiär? Auf eine großzügige Auslegung der Ausnahme durch die Recht­sprechung solltest du besser nicht vertrauen. Wenn du damit leben kannst, deinen Namen und deine Anschrift im Internet zu ver­öffentlichen, solltest du ein solches Impressum auf dein Blog stellen, um juristischen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Die digitale informationssysteme gmbh bietet dir unter http://bit.ly/ekuEdY einen kostenlosen Service. In nur wenigen Schritten kannst du dir ein, an deine Anforderungen angepasstes, Impressum erstellen.

Wie siehst du das mit der Impressumspflicht?

Liebe Grüße

Astrid

Update 01.02.2010
Ich bin gerade hier auf einen Artikel gestoßen, der zum Thema paßt.
Hier habe ich selber noch etwas Ergänzendes zum Impressum geschrieben, nämlich wie du es vor Suchmaschinen verstecken kannst.

7 Gedanken zu „Brauchst du ein Impressum?

  1. Da haben wir den Salat.

    Ich denke wirklich darüber nach – habe aber immernoch ein rein privares Blog.

    Vielleicht ist das – auch durch die Nerdcore/Euroweb-Geschichte – Impressum von Linus Neumann irgendwann auch mal meines?

  2. Danke für die Info, das wusste ich nicht. Ich habe ehrlich gesagt aber auch keine Lust Namen und Adresse im Internet zu veröffentlichen. Wer Probleme mit meinem Inhalt hat, kann mich dafür ja jederzeit unter der angegebenen Mail-Adresse errreichen.

    • Mir reicht das aus und ich würde auch nie im Leben auf die Idee kommen eine Abmahnung zu starten :-)
      Viele Grüße
      Astrid

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