Sprache und Fremdwörter – wie wichtig ist “gut schreiben”?

Es ist Freitag und damit wieder Zeit für den Webmaster-Friday. Thema heute: „Sprache und Fremdwörter – wie wichtig ist „gut schreiben“?“.

Ich habe das zum Anlass genommen, mir meine Aufzeichnung zum Thema „Auf die richtige Sprache kommt es an“ eines Rhetorik-Lehrgangs noch einmal heraus zu kramen. Eine schöne Gelegenheit dies noch einmal zu wiederholen und dabei zu prüfen, ob das auch bei Blogs angewendet werden kann und/oder soll.

1. Sätze kurz halten. Jeder Hauptgedanke gehört in einen Satz, damit er leicht verstanden werden kann. Sätze mit mehr als 15 Hauptwörtern werden von rund der Hälfte der Erwachsenen nicht mehr verstanden. Jeder Blogger will, dass seine Text verstanden werden, also kurze Sätze!

2. Der zweite Punkt ist schon: Fremdwörter vermeiden. Auf jeden Fall sollten sie dem Bildungsstand der Zuhörer angemessen sein. Hier wurde ein tolles Beispiel genannt:

Kunde:   Warum ist der Drucker gestört?
Bankmitarbeiter: Wir sind nicht online!
Kunde:   Was heißt das?
Bankmitarbeiter: „Äh, äh, es funktioniert halt nicht!

Auch Blogger, die ihre Leserschaft nicht eingrenzen wollen, sollten also hier sparsam sein.

3. Fachwörter lassen sich nicht vermeiden. Sie sollten dann aber erklärt werden.

4. Vorsicht bei Modewörtern. Eine „Mega“-Formulierung, die heute noch „total cool“ war ist morgen schon wieder „out“.

5. Konjunktive werde ich in Zukunft vermeiden. „Ich würde sagen ..“ wirkt unsicher. Aber ich stehe ja zu dem was ich schreibe!

6. Also, eigentlich sozusagen …. sind überflüssige Füllwörter, die den Text nur unnötig verkomplizieren.

7. Abwechslungsreich werden die Texte mit Beispielen.

Da ein Blog aber auch persönlich ist darf meiner Meinung nach die besondere Art des Bloggers nicht ganz ausgelassen werden.

Bin mal gespannt, was die Anderen dazu meinen.

Liebe Grüße
Astrid

6 Gedanken zu „Sprache und Fremdwörter – wie wichtig ist “gut schreiben”?

  1. deine deutsch-sprachigen Erklärungen sind mir eine angenehme Hilfe bei dem besseren Verstehen englisch-sprachiger technischer Anweisungen – da kommt mir natur-gemäß jedes einzelne Wort wie ein Fremdwort vor – auch ein Lexikon hilft da ja oft nicht weiter …

  2. Schön, dass es dir auffällt, das ich mich bemühe deutsche Begriffe zu verwenden. Selber habe ich festgestellt, dass http://www.leo.org eine große Hilfe beim Übersetzten technischer Begriffe ist.
    Viele Grüße
    Astrid

  3. Ich hab mir mal den Spaß erlaubt, meine eigene Seite mit dem Google-Translator ins Englische zu übersetzen. Mal abgesehen davon, daß dieses Tool mit einem menschlichen Übersetzer nicht zu vergleichen ist: Die Ergebnisse wären sicherlich besser, wenn ich einfachere Sätze „bauen“ würde. Darauf werde ich in Zukunft achten.
    Liebe Grüße
    owi

  4. Ich blogge. Aber ich blogge nicht, damit mich jeder Hinz und Kunz versteht, Krethi und Plethi tun es meinethalben auch.
    Ich möchte ungern auf meine Sprache, die mitunter verschwiemelt und verschwurmelt ist, verzichten. Ich mag es, wenn ich Sätze konstruieren kann, wenn ich merke, dass der Rhythmus des Satzes perfekt ist (für mich). Ich will das nicht zerstören, nur damit es die Leute verstehen. Ich habe letztens gedacht, dass ich viel zu lange Sätze schreibe und dass wenige Leute meinen Blog lesen werden. Aber: Es ist mir fast egal. Denn ich schreibe.
    Vielleicht berührt es einige Leute, die hier und da mal auf meinen Blog stoßen. Das reicht…
    Was ich viel bedauerlicher finde, ist die Tatsache, dass es anscheinend nur noch wenige Menschen gibt, die richtig schreiben können, geschweige denn die Kommasetzung beherrschen.

    • Hallo Mieze,
      ja, genau! Ich denke auch das in einem Blog die Persönlichkeit des Schreibers noch erkennbar sein sollte. Was die Rechtschreibung angeht: Da kommt es auch oft auf die Situation an. Mit meiner 10jährigen Tochter habe ich im Moment öfter Diskussionen. Eigentlich gebe ich ihr Recht wenn sie sagt: „Man versteht das doch so auch und das ist doch das Wichtigste. Mein Ziel ist allerdings auch richtig zu schreiben.
      Viele Grüße
      Astrid

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