Wenn man einen eigenen Blog führt, kommt wohl jeder früher oder später zu dem Punkt, an dem er selber bestimmte Dinge im Theme, oder Design, anpassen will. Ich habe jetzt lang überlegt, ob ich für mein WordPress.org Blog ein eigenes Theme erstelle, oder ein schon vorhandenes anpasse. Um dem Überlegen ein Ende zu setzten starte ich jetzt einfach mal mit einem Kompromis. Ich erstelle ein Child Theme.
Zum einen muss ich dann nicht für jede Funktion das Rad neu erfinden und zum anderen habe ich jetzt schon gemerkt, dass ich sehr viel bei der Anpassung eines anderen, gut programmierten Designs lerne.
WordPress bietet also die Möglichkeit ein Child Theme zu erstellen. Das heißt, du kannst ein vorhandenes Theme, dass viele Funktionalitäten anbietet, die dir wichtig sind, mit den dir fehlenden Funktionen ergänzen. Mit einem Child Theme stellst du auch sicher, dass im Falle einer Aktualisierung des ursprünglichen Themes, deine Änderungen nicht verloren gehen.
Das Child Theme anlegen
Alle Designs liegen im Verzeichnis DEINEWORDPRESSINSTALATION\wp-content\themes
Um ein eigenes Child Theme anzulegen, musst du als erstes einen neuen Ordner anlegen. Ich habe diesen dimna genannt. Wie du deine Ordner nennst, kannst du selber entscheiden. Wichtig ist nur, dass das Design, auf dem du dein Theme aufbauen willst, auch in diesem Ordner vorhanden ist. Ich will ja Twenty Eleven nutzen. Dieses Theme befindet sich ebenfalls im Ordner, wie du sehen kannst.

Als nächstes legst du eine Datei mit dem Namen style.css in deinem neuen Ordner an. Falls du das erste Mal Dateien anpasst und nicht weißt welches Programm du am besten verwendest, dann sieh dir doch einfach einmal Notepad an.
In deinem neuen Child Theme-Ordner legst du jetzt eine neue style.css Datei an. Ganz oben in der style.css Datei solltest du eine Beschreibung zu deinem Child Theme eintragen.

Wichtig ist hier der Punkt Template. Hier muss der Name des Templates stehen, auf dem du ein Child Template aufbauen willst. Achte darauf, dass du als Namen den Verzeichnisnamen einträgst. Also hier „twentyelven“ und nicht „Twenty Eleven“.
Außerdem ist der Eintrag
@import url("../twentyeleven/style.css");
nötig, um die im Theme Twenty Eleven vorhanden Designelemente zu übernehmen.
Sieh dir doch jetzt im Dashboard einmal deine Themes an. Schön, da ist es schon zu sehen! Hier kannst du es, genau wie jedes andere Design, aktivieren.
Jetzt geht es ans Anpassen
Das ging bisher ja super schnell. Aber im Moment sieht das Child Theme ja auch noch genauso aus, wie Twenty Elevent. Bisher wurden ja auch noch keine eigenen Anpassungen angestellt, sondern nur die Vorbereitungen dazu getroffen. Wenn du dich mit CSS auskennst, kannst du aber die vorhanden Designeinstellungen überschreiben. Eventuell musst du manche deiner Einstellungen nun mit „important“ markieren, damit du die Styles überschreiben kannst. Falls du deine Artikel in Rot geschrieben willst sähe das dann so aus.

Sonstige Änderungen im Theme
Außer dem Aussehen deines Blog, kannst du auch andere Bereiche beeinflussen. Die einzelnen Dateien des Designs Twenty Eleven hatte ich hier schon einmal angesprochen. Wenn du zum Beispiel im oberen Bereich deines Artikels keine Meta Angaben sehen willst, dann ändere doch einfach die Datei. Wenn du eine Template-Datei des Parent Themes anpassen möchtest, kopiert du diese einfach mit dem gleichen Namen in dein Child Theme Verzeichnis und änderst die Datei nach deinen Wünschen ab.
Im Design Twenty Eleven sieht ein Beispieltext so aus.

Lösche nun den hier eingekreisten Text.

Nun sieht dein Beitrag so aus. Die Datumsangabe im Kopfbereich fehlt.
Die Datei functions.php muss besonders behandelt werden
Die Datei functions.php wird nicht wie die aneren Datei automatisch in einem Child Theme überschrieben. Wenn du eine eigene functions.php Datei für dein Child Theme anlegst, ergänzt diese Datei den Inhalt der “Eltern – functions.php”. Du kannst so also zusätzliche PHP-Funktionen zu dem Design hinzufügen.
Gut finde ich den Beitrag von Frank Bültge zur Anpassung der functions.php: WordPress Child Themes verstehen sehr verständlich.
Und im Beitrag von ElmaStudio werden die Theme-Dateien sehr anschaulich für Einsteiger erklärt.
Mein Fazit
Ich will gerne einmal ein eigenes Theme erstellen. Aber gerade zum Lernen und mit wenig Erfahrung ist das Anpassen eines vorhandenen Theme gerade das Richtige.
Liebe Grüße
Astrid




Jetzt habe ich es kapiert :)
Schön :-) und danke für die Rückmeldung:-)
Liebe Grüße
Astrid
Danke für die detaillierte Erklärung!
Hallo,
vielen Dank für den Kommentar und schön, dass meine Erklärung gefallen hat :-)
Liebe Grüße
Astrid